Dienstag, 14. Juni 2011

Alles Retusche oder was?

 Seit die Menschheit zeichnet, werden Portraits verschönert und oft unrealistisch widergegeben. Sich schöner darstellen zu lassen ist ein Grundbedürfnis, das es schon immer gab. Nun leben wir in digitalen Zeiten und alles ist möglich. Ich musste mich positionieren und ich habe mich auch bei der Retusche für weniger ist mehr entschieden. Die beste Retusche ist die, die der Kunde nicht bemerkt. Er darf nie einem Bild nie anmerken, das dieses oder jenes bearbeitet wurde. Das Portrait soll ihm gefallen und nicht die Retuschearbeit. Es gibt den Spruch, das man erst schauen sollte und dann fotografieren und das tue ich. Es ist im Nachgang schwieriger etwas auszubessern, was ich bei der Aufnahme schon hätte beachten können. Zur Retuscheproblematik kommt hinzu, das wir authentische Menschen sind. Wir haben einen anderen Bezug zu unserem Körper, als zum Beispiel unsere  Nachbarn in Frankreich und dem möchte ich Rechnung tragen. Natürlich spielen regionale Befindlichkeiten auch eine Rolle, eine Frau aus Berlin empfindet sich z.B. anders als eine Frau aus einem Dorf im Spreewald.  Das Wesen eines Menschen erkennt man an seiner Ausstrahlung, nicht am Make up und nicht an der Retuschearbeit. Wenn Sie schöne, authentische Bilder möchten, dann sind Sie bei mir richtig. Für künstliche Barbiepuppenbilder bin ich die Falsche.

Foto:RedRum 87  http://galerie.designnation.de/bild/28278

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